• Juni 10, 2021
  • Thomas Raeth
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„Into the Woods“ ist ein Musical mit Musik und Liedtexten von Stephen Sondheim. Das Buch stammt von James Lapine, ist inspiriert von Bruno Bettelheims Buch „Kinder brauchen Märchen“ und bezieht Hausmärchen der Gebrüder Grimm und andere Märchensammlungen ein.

 

Die Uraufführung fand am 5. November 1987 im Martin Beck Theatre, New York, statt. Nach 765 Vorstellungen fiel der letzte Vorhang der Originalproduktion am 3. September 1989. Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 31. März 1990 in Heilbronn statt. Das deutsche Libretto unter dem Titel „Ab in den Wald“ stammt von Michael Kunze.
Das Stück verbindet die Handlungen verschiedener Märchen der Gebrüder Grimm und verfolgt die Konsequenzen, die sich aus den Wünschen und Aufgaben der verschiedenen Protagonisten ergeben. Das Musical verbindet die einzelnen Geschichten mit einer Rahmenhandlung über einen Bäcker und seine Frau, die kinderlos sind und deren Kinderwunsch von einer Hexe erfüllt werden kann, wenn das Bäckerpaar einige Dinge zu ihr bringt.

Die Handlung

Ein Bäcker und seine Frau müssen einen Fluch loswerden, damit sie endlich das Kind bekommen können, das sie sich so sehnlich wünschen. Dieser Fluch ist das Werk der bösen Hexe, die damit ihre Schönheit zurückerhalten will. Die Hexe bringt den Bäcker und dessen Frau in Kontakt mit dem Burschen Hans, der seine geliebte weiße Kuh Milchweiß an ihn verkauft, wofür der Bäcker ihm ein paar der magischen Bohnen gibt, die seine Frau vorher gefunden hat und aus denen eine riesige Bohnenranke wächst; mit Rotkäppchen, deren roter Mantel dem Bäcker ins Auge sticht; mit Rapunzel, mit ihren maisgelben Haaren, deren Turm die Bäckersfrau sieht, als sie durch den Wald geht; und mit Aschenputtel und ihrem goldenen Schuh, die in die Bäckersfrau hinein läuft, als sie von einem Prinzen verfolgt wird.

 

Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelingt es dem Bäcker und seiner Frau schließlich, alle vier Sachen aufzutreiben um den Fluch zu brechen. Währenddessen bekommen alle anderen Märchengestalten ihr „Happy End“: Aschenputtel heiratet ihren Prinzen, Hans versorgt seine Mutter, indem er mit Hilfe seiner Bohnenranke Reichtümer von einem Riesen aus dem Himmel stiehlt und als dieser versucht ihn zu verfolgen, die Bohnenranke durchtrennt, woraufhin der Riese stirbt. Rotkäppchen und dessen Großmutter werden durch den Bäcker vor dem bösen Wolf gerettet und die Hexe wird durch einen Zaubertrank wieder schön und jung. Schon bald kommen neue Probleme auf: Der Bäcker will für sein neu geborenes Kind kein armer Vater sein und die Hexe merkt, dass sie durch ihre Jugend und Schönheit all ihre Zauberkräfte verloren hat.

 

Durch die Bohnenranke kann die Frau des getöteten Riesen vom Himmel hinunterklettern und will nun, dass man ihr Hans ausliefert, um den Tod ihres Mannes zu rächen. Die anderen diskutieren, ob sie Hans herausgeben sollen oder nicht. Im Verlauf des außer Kontrolle geratenen Gesprächs wird Hans‘ Mutter getötet. Der Prinz kann nun die Bäckersfrau verführen. Als der Prinz sie wieder verlässt, realisiert sie den Fehler, den sie gemacht hat, stürzt sich von einer Klippe und stirbt. Rapunzel kann unterdessen mit ihrem Prinzen fliehen.

 

Die übrig gebliebenen Personen beschuldigen sich zuerst alle gegenseitig, für die Tragödie verantwortlich zu sein, und letztendlich beschuldigen sie alle die Hexe. Diese wirft die übrig gebliebenen Bohnen auf den Boden und verflucht die Anwesenden, weil diese ihre eigene Schuld nicht einsehen wollen, und verschwindet daraufhin. Der Bäcker, Rotkäppchen, Hans und Aschenputtel töten die Frau des Riesen. Das Leben aller Personen ist nun verändert: Der Bäcker denkt immer an seine verstorbene Frau und befürchtet, dass er kein guter Vater für sein Kind sein wird, Aschenputtel, desillusioniert aufgrund ihres sie betrügenden Prinzen, verlässt ihn und hilft von nun an dem Bäcker, und die Waisen Hans und Rotkäppchen leben nun mit den beiden zusammen.

 

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